Immobilienpreise im Kanton Zug steigen weiter
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Der Kanton Zug bleibt einer der dynamischsten und zugleich knappsten Immobilienmärkte der Schweiz. Trotz des bereits hohen Preisniveaus setzt sich der Aufwärtstrend beim Wohneigentum 2026 fort. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen.
Gemäss der PwC Immospektive vom August 2026 stiegen die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser im Kanton Zug im zweiten Quartal um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg sogar 11,4 Prozent. Auch Eigentumswohnungen entwickelten sich stark: Hier lagen die Preise 11,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Damit hebt sich Zug deutlich von der gesamtschweizerischen Entwicklung ab. Schweizweit verteuerten sich Einfamilienhäuser innerhalb eines Jahres um 4,4 Prozent und Eigentumswohnungen um 4,7 Prozent.
Knappes Angebot trifft auf hohe Nachfrage
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung bleibt das begrenzte Angebot. Zug gehört zu den begehrtesten Wohnstandorten der Schweiz, während gleichzeitig vergleichsweise wenig neuer Wohnraum entsteht. Die hohe Kaufkraft, die wirtschaftliche Attraktivität des Kantons und das tiefe Zinsniveau sorgen weiterhin für eine starke Nachfrage nach Wohneigentum.
Wie angespannt der Markt ist, zeigt auch die Leerwohnungsziffer: Im Juni 2025 lag sie im Kanton Zug bei lediglich 0,42 Prozent. Gleichzeitig lag die Angebotsquote für Eigentumswohnungen Mitte 2025 bei nur 1,6 Prozent des Bestands – gegenüber 4,4 Prozent im Schweizer Durchschnitt.
Werden attraktive Objekte angeboten, bleiben sie entsprechend häufig nicht lange auf dem Markt. Eigentumswohnungen wurden im zweiten Quartal 2025 im Mittel in weniger als 40 Tagen vermarktet.
Zug bleibt ein Markt mit strukturellem Nachfrageüberhang
Die aktuelle Entwicklung ist damit nicht allein auf kurzfristige Marktschwankungen zurückzuführen. Vielmehr treffen in Zug mehrere strukturelle Faktoren aufeinander: begrenzte Flächen, eine verhaltene Neubautätigkeit, eine wachsende Bevölkerung und eine konstant hohe Nachfrage nach Wohnraum.
Eine schnelle Entspannung des Marktes zeichnet sich deshalb derzeit nicht ab. Zwar soll langfristig zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, doch neue Projekte benötigen Zeit. Solange das verfügbare Angebot nicht stärker wächst, dürfte die Knappheit ein entscheidender Faktor für den Zuger Immobilienmarkt bleiben.
Für Eigentümer unterstreicht die Entwicklung die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien im Kanton. Für Kaufinteressenten hingegen bedeutet sie einen Markt, in dem attraktive Objekte knapp bleiben und das Preisniveau weiterhin hoch ist.